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Working together to find solutions

  • Autorenbild: andrea brüschweiler
    andrea brüschweiler
  • 19. Nov. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

We haven't been in touch for a few months, but that doesn't mean we've been idle. On the contrary: there are lots of exciting developments we'd like to share with you! In this newsletter, however, I will focus on one topic.

Last year, I reported in a newsletter on the dramatic effects of climate change on farmers in our area of engagement. 

As Seed does not have the resources to help our farmers in the long term and sustainably, we looked for a suitable partner and succeeded in getting the farmers in our target area accepted into the Nurture project run by Caritas/Heks.

The overall goal of Nurture is to make vulnerable smallholder households and their communities more resilient to climate change and to increase their income through climate-friendly and sustainable practices.

The challenges on the way to achieving this goal are considerable.

Firstly, the target group has a low level of education. The farmers have little or no schooling. This makes it difficult for them to understand the connections that are necessary for the successful implementation of sustainable and climate-friendly practices. Experience shows that a lot of time and patience must be invested in knowledge transfer. We are talking about years, not months.

Secondly, Cambodian society is highly hierarchical. Farmers are more likely to follow the instructions of someone of higher rank in the social hierarchy (village leaders, authorities, shop owners) than the advice of external Cambodian experts. Furthermore, decisions made by those in higher positions are rarely questioned.

Thirdly, there is acute poverty: farmers are primarily interested in short-term yield increases rather than long-term improvements in productivity and soil quality. This is due to the acute poverty in which they live. People living in extreme poverty find it very difficult to think and plan for the long term.

Johanna Bischof, a student at the School of Agricultural, Forest and Food Sciences (HAFL), is currently completing an internship abroad and is conducting research in our area of activity.

She is investigating the situation of rice farmers with regard to the application of climate-resilient practices. The study aims to determine the following:

  • Which practices are already being used?

  • What obstacles exist to the implementation of proven measures?

  • Which interest groups play a decisive role in the adoption of the practices?

Finally, the research will develop recommendations and strategies to increase the acceptance of climate-resilient practices among farmers.

Johanna has also decided to use her time on site to organise a workshop on composting and to accompany the small project during this period.

Johanna and Pothilin (from the Seed team, not in the picture) visiting a farmer family.
Johanna and Pothilin (from the Seed team, not in the picture) visiting a farmer family.
Compost workshop at primary school in Bech Khlok.
Compost workshop at primary school in Bech Khlok.

Deutsche Übersetzung

Gemeinsam auf Lösungsfindung

Wir haben uns seit einigen Monaten nicht mehr gemeldet, das heißt aber nicht, dass wir untätig waren. Im Gegenteil: Es gibt viele spannende Entwicklungen, die wir mit euch teilen möchten! In diesem Newsletter werde ich mich jedoch auf ein Thema beschränken.

Letztes Jahr berichtete ich in einem Newsletter von den dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirte in unserem Wirkungskreis. Über diesen Link könnt ihr ihn nachlesen (mit deutscher Übersetzung):

Da Seed nicht über die Ressourcen verfügt, den Bauern langfristig und nachhaltig zu helfen, suchten wir einen geeigneten Partner und erreichten, dass die Bauern in unserem Zielgebiet in das Nurture Projekt von Caritas/Heks aufgenommen wurden.


Das übergeordnete Ziel von Nurture ist es, gefährdete kleinbäuerliche Haushalte und ihre Gemeinschaften widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen und ihr Einkommen durch klimafreundliche und nachhaltige Praktiken zu steigern

Die Herausforderungen auf dem Weg zu diesem Ziel sind groß.


Erstens ist der Bildungsstand der Zielgruppe gering. Die Landwirte verfügen über keine oder nur eine geringe Schulbildung. Das erschwert es ihnen, die Zusammenhänge zu erkennen, die für eine erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger und klimafreundlicher Praktiken notwendig sind. Die Erfahrung zeigt, dass viel Zeit und Geduld in die Wissensvermittlung investier werden muss. Dabei geht es um Jahre, nicht um Monate.


Zweitens, die Hierarchien: Die kambodschanische Gesellschaft ist stark hierarchisch strukturiert. Die Bauern folgen eher den Anweisungen einer sozial höher gestellten Person (Dorfvorsteher, Behörden, Ladenbesitzer) als den Ratschlägen externer kambodschanischer Experten. Außerdem werden Entscheidungen von höher gestellten Personen kaum hinterfragt.


Drittens ist da die akute Not: Die Bauern sind in erster Linie an einer kurzfristigen Ertragssteigerung interessiert und weniger an einer langfristigen Verbesserung der Produktivität und Bodenqualität. Das liegt an der akuten Not, in der sie leben. Menschen in großer Armut haben grosse Schwierigkeiten, langfristig zu denken und zu planen.


Johanna Bischof, Studentin der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL), absolviert derzeit ein Auslandpraktikum und führt dabei unter anderem eine Forschungsarbeit in unserem Wirkungskreis durch.


Sie untersucht die Situation der Reisbauern im Hinblick auf die Anwendung klimaresilienter Praktiken. Im Rahmen der Studie soll Folgendes ermittelt werden:

  • Welche Praktiken werden bereits angewandt?

  • Welche Hindernisse bestehen bei der Umsetzung bewährter Maßnahmen?

  • Welche Interessengruppen spielen eine entscheidende Rolle bei der Übernahme der Praktiken?

Schließlich werden im Rahmen der Forschung Empfehlungen und Strategien entwickelt, um die Akzeptanz klimaresilienter Praktiken unter den Landwirten zu erhöhen.


Johanna hat sich zudem entschlossen, ihre Anwesenheit vor Ort zu nutzen, um einen Workshop zum Thema Kompostieren zu veranstalten und das kleine Projekt während dieser Zeit zu begleiten. (Bilder siehe oben)


 
 
 

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